Sunday, June 27, 2004

13.Sonntag im Jahreskreis: Sei radikal!

Sodele, die Schrifttexte heute beleuchten gut, was Erwähltsein bedeutet (und sind wa dit nich alle ;) ).
Im Buch der Könige wird beschrieben, wie Eliah Elischa zu seinem Nachfolger ernennt.
Das Wesentliche Element schlechthin wird gleich zu Beginn gesagt: Nicht wir, nicht die Mutter Kirche erwählt, Gott beruft uns zu bestimmten Aufgaben, was immer diese Aufgabe auch sei. Elischa verläßt sofoert, nachdem Eliah den Mantel über ihn (als Zeichen der Nachfolge) geworfen hatte, seine Rinder und folgt ihm. Das ist Konsequent, denn "keiner, der die Hand am Pflug hat und nochmals zurückblickt, taugt fürs Reich Gottes". Jedoch verabschiedet er sich noch von seinen Eltern, dann folgt er Eliah.

Kommen wir nun erstmal zum Evangelium, um zu sehen, wie die Nachfolge des Messias aussieht: Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Nachdem sie von den Samariern nicht aufgenommen werde, sieht man erstmal, daß selbst zwei seiner Jünger (die Donnersöhne) Christi und ihre Aufgabe noch falsch verstehen; sie wollen die Feine des Messias plattmachen (Donnersöhne eben). Irgendwie sind die beiden mir sympatisch, da ich in Foren die Heiden auch gerne Mal über alles Maß bashe. Doch die beiden und ich werden zurechtgewiesen. Der genaue Wortlaut steht zwar nicht da, aber wir kennen Jesus, und wissen, daß er kein politischer Messias ist und wir wissen, wie die zwei höchsten Gebote lauten (hoffentlich denk ich daran, wen ich näxtes Mal mal wieder nem Heiden antworte....).
Ein Mann kommt des Weges. Begeistert von Jesus, von seinen Worten, von seiner Ausstrahlung, will er ihm folgen, egal wohin. Ein Politiker der heutigen Zeit würde sagen: "Hey, Hammer! Dann komm mal mit!" -Jesus hingegen rät ihm fast schon ab, indem er darauf hinweist, daß ihm nachzufolgen kein Pappenstiel ist; wir Christen haben hienieden kein wahres zuhause, denn wir sind vom Himmel. Das kann man auch manchmal im Alltag sehen, wenn eigentlich gute Freunde anfangen, unseren Glauben in den Dreck zu ziehen; oft geht man dann einfach und will erstmal nix mit dem Gespräch zu tun haben. Manchmal merk ich auch bei moderner Verkündigung, daß man Jesus doch in der Welt ne Wohnung bauen will, wenn bspw. in der jugendpastoral man versucht das Leben eines Christen als cool darzustellen. Tut mir leid, Hip Hopper - Christsein ist nicht hip! Und Jesus hat auch nicht Dein Haus besetzt, Punk, er ist auch kein Che Guevara! Christsein sprengt diese Begriffe. Ein einziger weltlicher kann es umschreiben: RADIKAL.
einem anderen gibt Jesus die Ehre, ihn direkt zu berufen, "Folge mir nach". Der wollte erstmal seine Eltern beerdigen, was damals auch ne längere Trauerperiode bedeutete. Jesus meint dazu ("ganz taktlos" würde der Mann von Welt sagen) "Lass die Toten die Toten begraben! Du aber geh und verkünde das Reich Gottes!". Harte Worte, stimmt. Aber an sich hat Jesus recht: Jetzt, wo das Reich Gottes schon unter uns ist, wo Jesus uns eine Tür geöffnet hat, die niemand mehr verschließen kann, ist nicht die Zeit zur Trauer um Tote. jetzt ist die Zeit, um überall bekannt zu machen, WAS Jesus uns gebracht hat -eben das Reich des Gottes, der den Tod besiegt hat. Klar ist es schade, wenn ein Verwandter stirbt, man wird ihn zu Lebzeiten nicht mehr sehen. Aber der Tod, weder unserer noch der von Freunden oder Verwandten, ist nicht das, was wir fürchten oder weswegen wir traurig sein sollten, sondern die Todsünde, das nein zu Gott (und damit zu seinem Reich) - das ist der wahre Tod.
Ein dritter kommt und will dem Herrn nachfolgen, sich jedoch vorher noch von seinen Eltern verabschieden. Jesus sagt barsch "Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes". Übelst harte Worte. Ich vermute, Jesus bezieht sich dabei auf die Geschichte um Eliah und Elischa, aber hier muß ich gestehen, daß ich keine Patenterklärung habe (ihr seid eingeladen Eure zu posten!).

Kommen wir nun Zum Brief von Paulus an die Galater:
hier sehen wir, wie die Nachfolge christi und die Verkündigung des Reiches Gottes aussieht, und was das Reich Gottes ist: Zur Freiheit hat uns christus befreit. Die Nachfolge, das Arbeiten am Reich Gottes geschieht in Freiheit -das unterscheidet uns sehr stark von bspw. vielen Mslems! Wir folgen keinen Gesetzen! Wir dienen Gott in Liebe, wir werden vom Geist geleitet, DAS ist wahre Nachfolge und wahre Verkündigung! Nicht wir verkündigen, der heilige geist verkündigt durch uns. Das ist auch eine Hilfe, bei sich selbst die Geister zu unterscheiden: Wenn ich einem Atheisten in einem Forum antworte, verteidige ich das Reich GOTTES oder MEINE Religion - ist es auf Gott oder auf mich selbst zentriert? Beten wir also täglich darum, daß der heilige Geist uns führt.

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