Wednesday, June 30, 2004

Die ersten Maertyrer von Rom

Heute feiern wir das Gedaechtnis der ersten Maertyrer von Rom und damit der mit Stephanus etc. der ersten Maertyrer allgemein. Wieso feiern wir den grausamen Tod von, laut Hieronymus 979 Maertyrern im Jahre 64? Das waere doch eigentlich eher fuer die Heiden ein Grund zum feiern! WIR MUESSTEN DEN DEN 15.JULI (EROBERUNG JERUSALEMS) FEIERN!
Soweit der Metaller.

Nun, christlicher Sieg ist anders. Diese Maertyrer sind das Fundament der Kirche, NICHT die Kreuzfahrer! (Das unterscheidet uns vom Islam...) Warum? Nun, jemanden auf die Fresse zu geben muss kein Zeichen der Liebe zu Gott sein (kann es sein, siehe Petrus vs. Malchus), es kann sein, dass es eher um MEINE Religion als um die Kirche Gottes geht, dass es eher um meine Gefuehle geht!
Wenn man aber den Tod in der Schande dem eigenen Leben vorzieht, und dass aus dem GLauben heraus, DANN ist man wahrhaft Freund Gottes. Wie sagt Jesus? "Wer aber sein Leben um meinetwillen hingib, der wird es wiedererlangen." und "Ein Freund kann nicht mehr tun, als sein Leben fuer seine Freunde hinzugeben". An den Maertyrern sieht man, dass Jesus wahrhaft ihr Freund war: Sie gaben sein Leben fuer ihn hin.

Die christl. Botschaft ist, wie man an sowas sehen kann, immer neu. Wenn man sich heutzutage umsieht, wimmelt es nur so von potentiellen Kaempfern: Hier die agro-Moslems, da die Rastas, hier der Viking-Metaller, da der politische Aktivist... sie alle wollen umstuerzen, fuer ihr Recht kaempfen, die Wahrheit mit Feuer und Schwert verbreiten. Doch wieviele waeren bereit, fuer die ihnen ach so teure Wahrheit zu sterben? DANN waere man vollends von ihr ueberzeugt, nicht nur oberflaechlich, nicht nur, weil man sich hienieden einen Erfolg davon verspricht.
Leider kann ich mich auch in diese Reihe der Kaempfer reihen; denn ich weiss nicht, ob ich in der Stunde der Pruefung nach der Krone des Martyriums greifen wuerde oder feige mich der Welt beugen wuerde. Genau deshalb brauce ich, braucht die gesamte Welt diese Maertyrer als leuchtende Vorbilder und Fuersprecher.

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